Grundsätzliches zur Ausbildung

Die Ausbildung wird im Wesentlichen von Euch selbst gestaltet. Der Leiter der jeweiligen Ausbildungsstelle sollte zu Beginn des Ausbildungsabschnittes einen Überblick über die Aufgaben des Amtes geben, den Geschäftsverteilungsplan in mehr oder weniger groben Zügen darlegen und auf Schwerpunkte hinweisen. Ihr selbst tragt zum Erfolg Eurer Ausbildung durch Eure Aufnahmebereitschaft, Euer Interesse und Eurer Initiative wesentlich bei. Von den Ausbildern werden Eure Wünsche und Anregungen im Allgemeinen wohlwollend angenommen.

Die Ausbildung gliedert sich in sechs Abschnitte:

  1. Liegenschaftskataster
  2. Ländliche Neuordnung
  3. Landesplanung und Städtebau
  4. Landesvermessung und Kartographie
  5. Vertiefung in 1., 2., 3. oder 4.
  6. Fach- und Verwaltungsrecht

Dazu kommen Lehrgänge wie der Einführungslehrgang in Hannover und das Allgemeine Verwaltungsseminar in Bad Münder. Die Inhalte der Ausbildungsabschnitte sind in den oben genannten Vorschriften genauer beschrieben.

Zur Ableistung der einzelnen Ausbildungsabschnitte werdet Ihr unterschiedlichen Ausbildungsstellen zugewiesen, so dass für die meisten von Euch mehrere Ortswechsel oder zumindest längere Fahrten notwendig werden. Wenn Ihr Euch rechtzeitig an den Ausbildungsleiter bei dem Landesbetrieb "Geobasisinformation + Landesvermessung Niedersachsen" (LGN) wendet, könnt Ihr Eure Wünsche, die Ausbildungsstelle betreffend, äußern. Diese werden dann auch meistens berücksichtigt. In der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsreferendare (AG) werden Informationen über die verschiedenen Ausbildungsstellen und Auswahlmöglichkeiten gern weitergegeben.

Unterweisungsgemeinschaft (UG)

Nach § 3 APVOhöhtechD in Verbindung mit der Durchführungsvorschriften zur Verordnung über die APVOhöhtechD ist die Ausbildung durch fachbezogene Verwaltungsseminare (UG) zu vertiefen. Dazu treffen sich alle niedersächsischen Vermessungsreferendare einmal im Monat in der LGN in Hannover, Podbielskistraße 331. Die Teilnahme an diesen Seminaren ist Pflicht, Reisekosten werden erstattet.

Ein UG-Termin besteht in der Regel aus 3 Blöcken von je 2 mal 45 Minuten, die für 6 Themen genutzt werden können. Jeder Referendar sollte während seiner Ausbildungszeit mehrere Vorträge halten (die Anzahl ist abhängig von der Anzahl der derzeitigen Referendare). Die Themen der Vorträge werden durch eine umlaufende Liste vergeben, in die sich jeder eintragen kann. Die Behandlung eines Themas besteht aus einem Vortrag (ca. 20 min) sowie Ergänzungen des Seminarleiters und anschließender Diskussion. Für den Vortrag könnt ihr meistens auf ein bestehendes Skript zurückgreifen. Aktuelle Entwicklungen solltet Ihr vorher mit dem Seminarleiter absprechen. Das bearbeitete Skript ist zu aktualisieren und dem Skriptenwart zu übergeben.

Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsreferendare (AG)

Im Rahmen der Ausbildung stellt die AG eine Art Selbsthilfeorganisation der Vermessungsreferendare dar, d.h. es werden Klausuren, aktuelle Themen und Probleme besprochen. Die AG`s ist als selbständiges Organ dem LDV Nds. eingegliedert. Die Sitzungen der AG finden alle zwei Wochen statt und beginnen um 9.00 Uhr. Die Sitzungen nach den UG’s finden in der GLL Hannover, Ständehausstr.16 (KRÖPCKE-Center), im Raum 401 (4.Etage) statt. Die Orte der Sitzungen zwischen den UG’s können innerhalb der Referendare abgestimmt werden. Zu den Terminen der AG-Sitzungen geben die Ausbildungsleiter nach rechtzeitiger Anmeldung Dienstbefreiung. Reisekosten werden nicht gezahlt. Es wird jedoch für jedes Jahr vom Vorsitzenden des LDV-Nds. eine Bescheinigung über die Termine herausgegeben, die für den Lohnsteuerjahresausgleich genutzt werden kann.

Examen

Auch wenn das Examen noch in weiter Ferne ist, sollen hier kurz Bestandteile erläutert werden. Das Examen setzt sich zusammen aus:

  • einer Hausarbeit (6-Wochenarbeit),
  • den schriftlichen Prüfungen unter Aufsicht,
  • einer mündlichen Prüfung und
  • einem Vortrag aus dem Stehgreif

Zuständig für die Abnahme der Prüfung ist das Oberprüfungsamt in Bonn.